Treibstoffe aus erneuerbaren Energien

  • 1/30/20 1:30 PM
  • Kirsten Oswald

Dekarbonisierung von Strassenverkehr, Luft- und Schifffahrt - eine Utopie?

30. Januar 2020, ETH Zürich

Über synthetische Treibstoffe (H2, Methan, Benzin, Diesel, Kerosin), die mit erneuerbaren Energien hergestellt werden, können die CO2-Emissionen im Verkehr ohne Investitionen in die Verteillogistik reduziert werden. Bei gewissen Anwendungen, wie bei Passagierflugzeugen, in der Schifffahrt und im Langstreckenstrassentransport, stellen sie neben Effizienzsteigerungen (inkl. Fahr-/Flugzeugdesign) die einzige relevante CO2-Reduktionsmöglichkeit dar. Für Personenwagen gilt grundsätzlich dasselbe, wobei es hier mit der Hybridisierung und der Elektrifizierung Alternativen gibt, die für Kurz- bis Mittelstrecken zweifellos besser sind. Die Herstellung von synthetischen Treibstoffen eignet sich darüber hinaus zur effizienten Langzeitzwischenspeicherung von Energie und ist dadurch auch geeignet, die stark fluktuierenden alternativen Wind- und Photovoltaikenergien zu nutzen und in die kalten, dunklen und windarmen Wintermonate zu transferieren.

Neben der energetischen Effizienz der Herstellung und der Gesamteffizienz der ganzen Wirkungsgradkette stellt sich bei den «Synfuels» vor allem die Frage der ökonomischen Effizienz: Wie hoch ist die CO2-Minderung pro eingesetztem Franken, mit anderen Worten, was sind die Herstellkosten beispielsweise eines Liters synthetischen Diesels? Und wie vergleicht sich die Herstellung von so erzeugten Synfuels mit anderen Massnahmen, wie etwa der Erzeugung von zusätzlichem Strom für Elektrofahrzeuge via Photovoltaik? Gibt es überhaupt sinnvolle Alternativen zur Dekarbonisierung von Strassenverkehr, Luft- und Schifffahrt?

Reserviere Dir den 30. Januar 2020, 13.30-17.30 Uhr mit anschliessendem Apéro, um Fragen zum Thema «Treibstoffe aus erneuerbaren Energien» an der ETH Zürich mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, mit Behördenvertretern und interessierten Privatpersonen zu diskutieren.

Das Tagungsprogramm folgt im Herbst 2019. Im Oktober wird eine Anmeldeseite freigeschaltet werden. Die Teilnahme ist kostenlos.